Frage 3: Wann wusstest du, dass du ein Autor bist?

Bei ebokks.de habe ich mir das E-Book Blogspiration – 99 Themen für deinen Autorenblog von Corinna D. Rindlisbacher runtergeladen. Auf Platz 3 steht: Wann wusstest du, dass du ein Autor bist?

Eins muss ich vorab sagen: Corinna D. Rindlisbacher hat sich wirklich Gedanken gemacht, als sie dieses E-Book schrieb. Warum? Weil die Fragen es in sich haben. Sie mögen simpel klingen, bringen mich als „Beantworter“ aber mächtig zum Nachdenken.

Es wäre sehr einfach, wenn ich nun schreiben würde, dass ich mit acht Jahren wusste, dass ich ein Autor bin. Mit acht ungefähr schrieb ich meine erste Geschichte. Aber das ist völliger Unsinn. Mit acht Jahren habe ich mir noch nicht mal darüber Gedanken gemacht, dass hinter den Büchern auch Menschen zu finden sind, die sie schreiben. Schon krass, denn ehe ich neun war, hatte ich meinen ersten langen Artikel über die Psyche des Menschen verfasst. Der ist 1. nie veröffentlicht worden (logisch) und 2. habe ich ihn vernichtet. Geschrieben hatte ich ihn auf einer Schreibmaschine. Für die jüngere Generation: Schreibmaschinen sind die ersten Laptops meiner Generation gewesen. Sie funktionierten ganz ohne Strom und Akku und hatten lediglich ein vorinstalliertes Schreibprogramm.

Ich bin Autor … wann habe ich das zum ersten Mal gesagt? Ich unterscheide jetzt mal nicht zwischen Eric Fisher (dem Pseudonym) und dem komischen Kerl, der hinter mir steht. Ich habe es wohl im Sommer 2012 zum ersten Mal gesagt. Da nämlich habe ich meinen Verlagsvertrag bekommen. Da war ich plötzlich ein richtiger Autor bei einem richtigen Verlag (nicht unter Pseudonym). Wow … was für ein Gefühl. Meine Arbeit wurde anerkannt und ich war stolz auf mich, das geschafft zu haben. Ich arbeitete mit einer Lektorin zusammen, bekam ein professionelles Cover und wurde sogar in Entscheidungen mit einbezogen.
Es dauerte dann noch eine Weile, bis das Buch auf den Markt kam, aber als es dann da war, durfte ich im November 2013 die erste Rezension lesen. Es waren zwei Sätze und fünf von fünf Sternen. Vor allem aber war es eine Person, die ich nicht kannte. Eine echte Leserin, die mein Werk so toll bewertet hatte. In dem Moment – so glaube ich – war das Gefühl wirklich angekommen, dass ich ein Autor bin.

Als Eric Fisher hatte ich anfangs meine Probleme. Immerhin war Ein Fall von Sehnsucht mein Debütroman, mein Erstlingswerk. Bin ich überhaupt in der Lage, so was zu schreiben? Das Schreiben hatte mir aber so viel Spaß gemacht (und macht es immer noch), dass ich es wissen wollte. Ich habe das E-Book einigen Profi-Leserinnen/Rezensenten zur Verfügung gestellt und es dauerte nicht lange, bis die ersten Rezensionen da waren. Diese Rezensionen waren positiv! Stell dir das mal vor! Hallo? Ich habe noch nie einen Liebesroman geschrieben und dann bekomme ich als Kritikpunkt eigentlich im Prinzip nur den, dass es mehr Drama geben könnte (grob gesagt)? Wie cool ist das denn? Ich war kurz davor, eine ganze Allee voller Purzelbäume zu schlagen und bin beim Schreiben immer noch in diesem Gefühl.
Ja, als Eric Fisher Romane zu schreiben bringt mir großen Spaß. Auch wenn ich bereits seit 2012/2013 sagen kann, dass ich Autor bin – und zwar ohne dabei beschämt auf den Boden zu schauen – kann ich inzwischen vier Bücher vorweisen, wobei eins erst demnächst erscheint.
Ich bin Autor und ich bin stolz auf das, was ich bisher als solcher geleistet habe. Klar, es ist noch nicht sooo viel, was ich geschrieben habe, aber ich habe schließlich Ziele, welche ich erreichen möchte. Ich weiß, dass Eric Fisher noch viel mehr schreiben kann und auch wird.

Als Eric Fisher und als der, der ich ohne Pseudonym bin, habe ich bisher 1309 Seiten geschrieben. Davon werden 440 demnächst noch veröffentlicht. Es sei denn, es meldet sich doch noch mein Wunschverlag, dann kann es noch etwas dauern.

Ich wusste als Jugendlicher bereits, dass ich schreiben möchte, dass ich Autor werden möchte. Es wirklich zu versuchen, dazu entschied ich mich zwischen 2004 und 2007. Dass ich wirklich ein Autor bin, das wurde mir 2012/2013 bewusst und dank Eric Fisher und seinen Leserinnen darf ich diese Gewissheit in mir behalten und fortsetzen. Euch allen dafür ein herzliches Dankeschön!

In diesem Sinne sende ich herzliche Grüße und wünsche euch morgen einen ruhigen und besinnlichen ersten Advent.
Eric🙂

P.S.
Frage 4 lautet: Du hast drei Autorenwünsche frei: Was hättest du gern? Beantworten werde ich diese Frage spätestens zum nächsten Wochenende (03.12.)

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Frage 2: Was unterscheidet dich von anderen Autoren?

Bei ebokks.de habe ich mir das E-Book Blogspiration – 99 Themen für deinen Autorenblog von Corinna D. Rindlisbacher runtergeladen. Auf Platz 2 steht: Was unterscheidet dich von anderen Autoren?

Okay, da ich es mir zum Ziel gesetzt habe, diese 99 Blogspirationen durchzuarbeiten, muss ich mich auch dieser zweiten Frage stellen (die erste Frage war übrigens Wie entwickelst du deine Buchideen? Die Frage kam recht passend, da ich das selbst auch gefragt werde).  Also, was unterscheidet mich denn nun von den anderen Autoren?

Boahhh Corinna! Ich duze dich einfach, schließlich hast du mir das hier angetan. 🙂 Was ist denn das bitte für eine Frage? Ich brauch ’nen Kaffee.
Mein Vorteil liegt darin, dass Eric Fisher mein Alter Ego ist und ich hier rein theoretisch den überheblichen und arroganten Autoren raushängen lassen könnte. Aber nein, so ist Eric nicht … so bin ich nicht. Das Problem an dieser Frage ist, dass es eigentlich nur eine Antwort darauf gibt, nämlich: Die Geschichten!
Ich bin überzeugt, dass mein Schreibstil nicht einzigartig ist. Irgendein Autor wird auch so schreiben, wie ich. Ich schreibe die Geschichten so, wie ich sie gerne lesen würde. Es gibt Bestseller – sie sind zum Teil Wochen und Monate auf der Spiegel Bestseller Liste -, die kann ich einfach nicht lesen, weil mich der Schreibstil (Verzeihung für diese Wortwahl) tierisch nervt. Wenn es das ist, was die Verlage wollen und worauf die Literaturagenturen abfahren, dann bleibe ich lieber Selfpublisher. Das heißt natürlich nicht, dass Eden Books, Droemer-Knaur, Random House oder andere Verlage (oder Verlagsgruppen) sich nicht melden sollen. Meldet euch! Bitte! Habt doch mal bitte den Mumm und lest Ein Fall von Sehnsucht durch, fragt Testleser, wie sie das Buch finden. Nicht immer nur Lektoren, sondern die, die es später kaufen sollen. Oder holt das neue Manuskript von mir. Aber ich schweife ab …

Ich weiß nicht, ob mich dieser Punkt von anderen Autoren unterscheidet, aber ich lasse mich z.B. nicht unterkriegen. Mich unterscheidet, dass ich leider keinen Verlag habe. Mich unterscheidet, dass ich selbst bei Neobooks kaum gesehen werde, weil ich nicht den ganzen Tag Zeit habe, um mich dort im Forum aktiv zu zeigen oder Rezensionen zu schreiben. Ich gebe das Schreiben nicht auf! Ich liebe es! Schreiben ist wie Magie … es führt dich in eine Welt, in der alles möglich ist, in der du die Macht hast und über alles entscheiden kannst. Schreiben ist nicht mein Beruf, aber meine Berufung. Ja, ich schreibe, weil ich den großen Traum habe, eines Tages von einem Verlag entdeckt zu werden. Ich bin überzeugt von meinen Geschichten und wünsche es mir sehr, dass viele andere Menschen sie auch lesen können. Aber in der Regel braucht man dafür entweder gute Kontakte oder ein gut gefülltes Konto. Am besten beides.

Meine Bücher sind nicht lektoriert und sie sind auch nicht von Dritten korrigiert. Ich mache alles alleine und bin mir absolut bewusst darüber, dass ich einige Fehler übersehe, dass ich irgendwo ein Kapitel hätte einfügen können oder ein anderes vielleicht sogar weglassen. Vielleicht sind meine Cover nicht professionell genug, aber dafür sind sie mit sehr viel Liebe selbstgemacht.
Aber auch wenn ich mal einen Fehler übersehen habe, oder sich ein Konflikt nach „Experten“-Meinung zu schnell und einfach löst, ändert es nichts daran, dass ich überzeugt bin von meinen Texten. Und auch, wenn es sich vielleicht ein bisschen überheblich oder eingebildet anhören mag, so finde ich, dass meine Bücher gut sind und es verdient haben, gelesen zu werden.

Bei all dem, was ich hier nun geschrieben habe: Unterscheide ich mich wirklich von anderen Autoren? Kann man das überhaupt? Oder anders gefragt: Gibt es überhaupt einen Autor, der sich nicht von allen anderen unterscheidet? Jeder Autor ist einzigartig, jeder gibt seinen Leserinnen und Lesern etwas in die Hand, was ihm Arbeit, Zeit, Geld, Mut, Fassung, Kraft, Willen gekostet hat. Aber das Schreiben kostet manchmal auch Verzweiflung, Sehnsucht, Tränen, Schmerz, Schwermut und mehr. Jeder Autor ist einzigartig und verdient Respekt!

In diesem Sinne sende ich herzliche Grüße
Eric 🙂

P.S.
Frage 3 lautet: Wann wusstest du, dass du ein Autor bist? Beantworten werde ich diese Frage spätestens zum nächsten Wochenende (26.11.)

Frage 1: Wie entwickelst du deine Buchideen?

Das wurde ich gefragt. Wie entwickle ich meine Buchideen? Ich muss gestehen, dass das eine sehr gute Frage ist und ich bis dato noch gar nicht groß darüber nachgedacht habe.

Es ist bei mir nicht so, dass ich mich an den Schreibtisch setze und systematisch versuche einen Plot zu entwickeln, eine Idee zu finden, einen Titel oder dergleichen. Manchmal reicht bei mir ein Blick aus dem Fenster, ein Artikel in der Zeitung, ein Film, ein anderes Buch (von den hochgeschätzten Kollegen/innen 🙂 ), ein Bild oder etwas anderes – und mag es noch so unscheinbar sein.

Ich nehme mal das dritte Buch von mir als Beispiel (ich weiß, bisher ist erst eins veröffentlicht. Band 2 kommt bald und Band 3 ist in Arbeit):
Im Internet habe ich ein Bild von einem Prominenten gesehen, der von einem Paparazzi im Urlaub fotografiert wurde und ganz grimmig zur Kamera schaut. Ich weiß nicht mehr, wer das war, aber es war ein Promi, den ich sehr mag. Als ich dieses Bild sah, war die Idee für Band 3 geboren: Ein Superstar, Vorzeigemensch, gerät in einen Skandal, der seine ganze Karriere ruiniert. Problem 1: Er hat damit nichts zu tun. Problem 2: Er kann es nicht beweisen, denn es gibt Fotos und Videos, die offensichtlich ihn zeigen. Problem 3: Er muss alleine Beweise für seine Unschuld finden und Problem 4: Mittendrin verliebt er sich auch noch.

Ich brauche kein Geheimnis darum machen, dass am Ende alles gut wird, oder? Du bist doch ein großer Fan von Eric Fishers „Ein Fall von Sehnsucht“, oder? 🙂 Dann weißt du, dass ich Happy End Romane schreibe.

Im Internet findet man viele Hinweise darauf, dass man unbedingt einen Plot braucht. Andere schreiben, dass man zuerst das Exposé erstellen soll. Wieder andere raten an, erst die einzelnen Charaktere und deren Entwicklung zu skizzieren.
Wenn ich das so machen würde, dann wäre das Schreiben für mich keine schöne Arbeit mehr. Zum o.g. Beispiel habe ich erst mal notiert, wie der Promi heißt. Dann habe ich überlegt, wie alt er ist und was er überhaupt macht. Also ist er ein echter Promi, oder so ein möchtegern-Sternchen à la „Ich bin mal beim Bitchelor durchs Bild gelaufen“?
Danach fange ich mit dem Prolog an. Er ist aber zu dem Zeitpunkt nur eine Ideensammlung. Bei Band 3 habe ich vier oder fünf mal den kompletten Prolog neu gemacht. Wenn er soweit steht, dann nehme ich mir meistens einen Tag Zeit, um einen Pitch zu entwerfen.

Was ist ein Pitch? Stell dir vor, du bist Autor und triffst den Chef eines super tollen Verlages im Fahrstuhl. Er gibt dir nun während der Fahrt nach oben Zeit, ihm dein Manuskript schmackhaft zu machen. Diese zwei bis drei Sätze, diese eine Minute – das ist der Pitch.

Jetzt bin ich aber wieder beim Plot, denn der Pitch ist eigentlich eine Miniaturausgabe des Plots. Aber einen ausführlichen Plot zu erstellen, also ein genauer „Fahrplan“ der Geschichte … ganz ehrlich? … dazu habe ich keine Lust. Ich mache einen kleinen Plot nach dem Motto: A macht alles, um mit seiner großen Liebe B auf den Abschlussball zu gehen. A ist zu schüchtern, es ihr zu sagen und B merkt nichts von seinen Versuchen. C ist die beste Freundin von A, verliebt in ihn, eifersüchtig auf B und gleichzeitig sauer auf A. A schafft es dann doch noch nach vielen Hindernissen, B zu fragen und B ist einverstanden. Dann – ohje – bricht sich A das Bein, den Fuß oder sonst was und kann nicht zum Ball. B ist sauer auf A, hat aber sofort einen Ersatz. C kümmert sich um A und lässt für ihn sogar vorerst den Ball sausen. A merkt da erst, dass er C irgendwie liebt. Am Ende ist B die Lachnummer der Schule (wegen irgendwas auf dem Ball) und A und C sind das glücklichste Paar der Nation. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann drehen sie bald schon den nächsten Teenager-High-School-College-was-auch-immer-Film.

Um ehrlich zu sein, war dieser Plot länger, als sie es bei mir sonst sind. Ich schaue wohl zu viele Teenager-High-School-College-was-auch-immer-Filme. 😦

Mittendrin bin ich aber auch schon beim Titel des Buches. Bisher hatte ich mir ja vorgenommen, dass alle Bücher mit „Ein Fall von“ beginnen sollen. Also überlege ich mir, wie es heißen soll. Meistens entwerfe ich dann auch schon das Cover, denn das motiviert mich beim Schreiben.
Wenn mir außerhalb meiner Schreib-Zeiten Ideen kommen, dann notiere ich sie mir. Es spielt dabei keine Rolle, wie bekloppt sie sich anhören. Notiert ist notiert und ich kann es dann nicht mehr vergessen.

Bisher war es so, dass die Geschichte sich beim Schreiben selbst entwickelt hat. Auch die Personen entwickelten sich von alleine. Ich sehe praktisch vor meinem inneren Auge einen Film und schreibe nur auf, was ich sehe. Also liebe Filmemacher: Ihr könnt meine Bücher verfilmen!!! Ausreden zählen nicht mehr, seit es „Ein Sommer in …“ gibt!

Müssen Bücher immer diesem strikten Muster folgen? Es darf keine reine Schnulze sein, es muss auch etwas Dramatisches passieren, ein Konflikt. Hmmm … keine Ahnung. Band 2 meiner „Ein Fall von …“- Reihe hat einiges an Konflikten, aber das passierte halt. „Ein Fall von Sehnsucht“ hingegen hat kaum was zu bieten in dieser Richtung und es wird immer alles gut. Einige kritisieren das, aber wenn ich sie frage: Kann es denn sein, dass es genauso passiert? Dann müssen sie unausweichlich mit Ja antworten. Also … warum darf man das dann nicht schreiben?

Ich möchte weiterschreiben und ich würde mich freuen, wenn du mir treu bleibst und meine Romane auch Freunden/Familie/Bekannten/Fremden/Marsianern empfiehlst.

Mit einem herzlichen Gruß sage ich Danke.

Eric 🙂