Frage 7: Wie entwickelst du deine Charaktere?

Bei ebokks.de habe ich mir das E-Book Blogspiration – 99 Themen für deinen Autorenblog von Corinna D. Rindlisbacher runtergeladen. Auf Platz 7 steht: Wie entwickelst du deine Charaktere?

Frohe Weihnachten wünsche ich dir 🙂 Heute ist der zweite Weihnachtstag und das Ende von 2016 ist endlich nahe. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich bin heilfroh, dass dieses Jahr endlich verschwindet. Ich empfand es als sehr belastend und traurig. Eine negative Schwingung zog sich durch die Monate. Und deswegen wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass du glücklich ins neue Jahr kommst und 2017 für dich ein super-hammergeiles Jahr wird – glücklich, erfolgreich, erfüllend, liebend und vor allem gesund!

Aber nun zum Thema des Beitrags.
Meine Charaktere entwickle ich folgendermaßen:

Nachdem ich eine Idee für einen Roman gefunden und einen ganz groben Plot skizziert habe, überlege ich erst mal, wie alt der Protagonist und andere mitwirkende Charaktere sind. Wenn ich das ungefähre Alter weiß, dann suche ich Namen. Teilweise müssen die nicht einfach nur gut klingen und gut zu lesen sein, sie müssen auch zum Charakter der Person passen. Ich bin überzeugt, dass ein Name den Charakter eines Menschen beeinflusst. Und zum Namen gehört auch der Spitzname.

Ich nehme mal das Beispiel Dominik (Nik) Goldberg aus dem Roman Ein Fall von Sehnsucht. Ich glaube, dass ich noch nie so lange nach einem Namen gesucht habe. Mir war nur klar, dass er Selbstbewusstsein verloren hatte und es wieder aufbauen musste. Außerdem sollte er es schaffen, sich selbst etwas zu beweisen. Es gab viele gute Namen zur Auswahl, aber am Ende blieben nur ca. zehn Stück übrig. Ich habe im Internet nach der Bedeutung der Namen gesucht und dann blieben noch zwei übrig. Bei Dominik stand die Bedeutung: zum Herrn gehörend, wobei der Herr Jesus Christus ist. Das passte, denn dafür es ist unumgänglich dem Herrn zu vertrauen, an ihn zu glauben. Und das kann man nur, wenn man an sich selbst glaubt und sich selbst vertraut. Genau das musste Dominik wieder lernen. Aber er brauchte dringend einen Spitznamen. Also sah ich nach, was Nik bedeutet. Dort stand: Der Sieger! Besser konnte es nicht laufen, denn schließlich sollte Dominik ja siegen, sich etwas beweisen und seinen Traum erfüllen.

Dominik (Nik) Goldberg war geboren! Sein Grundcharakter war definiert. Der Rest folgte im Schreibprozess. Es kamen Charakterzüge zum Vorschein, die sich im Laufe des Buches entwickeln und so entwickelt sich die Person Nik während dieser Geschichte.

Ein weiteres Beispiel ist eine wichtige Person in meinem zweiten Buch, welches aber noch nicht veröffentlicht wurde. Dort spiel ein Psychiater eine wichtige Rolle. Aber wie nennt man einen Psychiater? Es musste etwas Kluges sein. Zuerst fiel mir aber der Nachname ein. Morgen. Deutsch oder englisch ausgesprochen spielt keine Rolle. Ich spreche ihn deutsch aus. Und als ich diesen Namen „entdeckte“, war es eigentlich ein Spaß, denn es gibt doch diesen Spruch „Morgen ist alles wieder gut!“ Darum sollte er Morgen heißen. Da im zweiten Buch die Freundschaft auch eine wichtige Rolle spielt, fand ich im Internet ein Zitat. Es lautet: „Ein Freund – die Hälfte meiner Seele.“ Es stammt von Horaz. Da ich immer gerne wissen möchte, wer diejenigen sind, die solche schlauen Dinge sagen, suchte ich nach ihm und siehe da … sein richtiger Name lautet Quintus Horatius Flaccus und das war er dann. Horatius musste es einfach sein. Ich suchte wieder nach der Bedeutung und verschrieb mich dabei. Ich tippte Horatio ein. Als Bedeutung stand dort sowas wie, dass er die Weisheit des Hohen ist in der ägyptischen Überlieferung. Und damit war Dr. Horatio Morgen geboren.

Genau so entwickle ich meine Charaktere. Es sind nicht einfach Namen, die im Buch auftauchen. Es sind Gedanken dahinter, die (wenigstens zum Großteil) Hand und Fuß haben. Es sind Persönlichkeiten, die mich beim Schreiben begleiten, die vor allem ich beim Schreiben begleite und deren Entwicklung ich miterlebe. Was aber noch wichtiger ist, ist, dass du als Leserin oder Leser diese Persönlichkeit ebenfalls begleitest – du bist viel wichtiger, als ich.
Es ist wie beim Film. Die Produzenten (oder wer auch immer das macht) nehmen nicht irgendeinen Schauspieler als – meinetwegen – Hauptdarsteller, die wählen ganz genau aus, wer es sein soll. Stell dir doch mal Daniel wie-heißt-der-Harry-Potter als James Bond vor. Autsch! Oder wie wäre es mit Cindy aus Marzahn als Kaiserin Sis(s)i? Flipper als Lassie? Okay, ich hör ja schon auf.

Verstehst du, was ich meine? Ich denke mir nicht einfach nur eine Geschichte aus und schreibe sie auf. Ich mache mir über Details Gedanken, von denen viele gar nicht ahnen, dass man als Autor darüber nachdenkt.

Danke, dass du diesen Beitrag gelesen hast. Ich wünsche dir nochmals einen ruhigen Übergang in das neue Jahr und möchte dich hier noch einmal daran erinnern, dass ich inzwischen eine eigene Website habe: www.ericfisher.de Besuch mich doch mal.

Einen herzlichen Gruß sendet dir
Eric 🙂

P.S.
Frage 8 lautet: Schreibst du nur über das, was du selbst erlebt hast? Beantworten werde ich diese Frage spätestens zum nächsten Wochenende, wahrscheinlich im neuen Jahr (01.01.)

P.P.S.
Dieser Text ist ausnahmsweise mal nicht korrigiert. Ich habe ihn einfach nur geschrieben. Bitte drücke bei Fehlern ein Auge zu.

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Frage 6: Wie sieht dein Lieblingsplatz zum Schreiben aus?

Bei ebokks.de habe ich mir das E-Book Blogspiration – 99 Themen für deinen Autorenblog von Corinna D. Rindlisbacher runtergeladen. Auf Platz 6 steht: Wie sieht dein Lieblingsplatz zum Schreiben aus?

Ich wünsche dir einen ruhigen und besinnlichen Adventssonntag! 😀

Mein Lieblingsplatz zum Schreiben ist eigentlich mein Schreibtisch. Der sieht in der Regel ziemlich chaotisch aus. Zettel stapeln sich, Stifte, Bücher, Utensilien und einiges mehr. Aber es heißt doch: „Das Genie beherrscht das Chaos“, oder? Jede Idee muss notiert werden, weil sie sonst wieder weg ist. Da sammeln sich einige Zettel an. Sobald ich das Chaos aufräume, finde ich nichts wieder. 🙂

Ansonsten sieht er aus, wie ein normaler Schreibtisch. Monitor, Lautsprecher, Zettel, Zettel, noch mehr Zettel, Stifte, Ersatzstifte, Ersatzstifte für die Ersatzstifte. Ach, da liegt noch ein Kalender von 2016 – ja, das ist nicht unbedingt üblich, denn wenn das Manuskript, an dem ich aktuell arbeite, z.B. im Jahr 2010 spielt, würde auch ein Kalender von 2010 hier liegen. Das war es auch soweit.

Mein Lieblingsplatz zum Schreiben ist also ganz normal. Es ist nicht die Terrasse des 5-Sterne-Hotels in der DomRep oder solch ein Stuss. Ich brauche Ruhe zum Schreiben und die habe ich nur an meinem Schreibtisch.

Ich freue mich auf nächste Woche, da wird’s spannender.

Ein schönes Adventswochenende wünscht
Eric

P.S.
Frage 7 lautet: Wie entwickelst du deine Charaktere? Beantworten werde ich diese Frage spätestens zum nächsten Wochenende (24.12.)

 

Es ist soweit – das gedruckte Buch!

Das lange Warten hat ein Ende! Mein Liebesroman „Ein Fall von Sehnsucht“ gibt es jetzt auch als gedrucktes Buch.

Der 13.12.2016 war der Tag der Veränderung. Das Buch hat ein neues Cover bekommen, über das auf meiner Facebook-Seite fleißig abgestimmt und diskutiert wurde und endlich ist es auch als Printausgabe bestellbar.
Fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem es als E-Book publiziert wurde, ist es nun über die ISBN 9783741875632 bei epubli.de und bald bei anderen Anbietern – z.B. Amazon.de – als Printbuch bestellbar. Natürlich möchte ich dir das neue Cover nicht vorenthalten. Unten kannst du es sehen – ich hoffe, dass es dir gefällt.

Es würde mich sehr freuen, wenn du diesen Artikel verbreitest – auf Facebook, Twitter, per E-Mail, im Gespräch, WhatsApp, oder wo immer du möchtest. Bitte mache Werbung für „Ein Fall von Sehnsucht“ und wenn du magst, kann du gerne eine Rezension schreiben. Ich bitte dich, dass du mir dann eine E-Mail zukommen lässt, wo du diese Rezension veröffentlicht hast.

Dieser Roman hat bereits als E-Book viele positive Stimmen erhalten. In Blogs, bei Amazon, in E-Mails oder sogar in Gesprächen kam sehr gute Resonanz. Natürlich war auch die eine oder andere Kritik dabei, die ich dankend angenommen und in den kommenden Romanen umgesetzt habe.
Ich danke allen Leserinnen und Lesern – ihr seid die Wichtigsten für einen Autor. Danke!

Herzlichst
Eric 🙂

Und hier nun das neue Cover:

Das neue Cover meines Liebesromans "Ein Fall von Sehnsucht".

Das neue Cover meines Liebesromans „Ein Fall von Sehnsucht“.

Frage 5: Welche drei Autoren bewunderst du?

Bei ebokks.de habe ich mir das E-Book Blogspiration – 99 Themen für deinen Autorenblog von Corinna D. Rindlisbacher runtergeladen. Auf Platz 5 steht: Welche drei Autoren bewunderst du?

Klare Antwort: keinen einzigen! Oder alle! Aber nicht drei.
Warum sollte ich andere Autoren bewundern? Weil sie erfolgreich sind? Dann bewundere ich alle Autoren, die erfolgreich sind.
Jeder Autor, jede Autorin, erschafft etwas. Und da steckt eine Menge Arbeit drin. Manchmal arbeite ich mehrere Stunden am Stück und könnte noch stundenlang weitermachen. Manchmal arbeite ich eine Stunde und bin erschöpft. Ich bewundere jeden einzelnen Menschen, den man als Autor/Schriftsteller bezeichnen kann.

Wenn ich ein Buch in der Hand halte, sei es gedruckt oder als E-Book auf dem Tablet, dann weiß ich aus eigener Erfahrung, dass ich nicht nur ein Buch in der Hand halte. Ich halte ein Stück Persönlichkeit in der Hand, Lebensweg, Ideen, stundenlange Arbeit, Kopfzerbrechen, Freude, Angst, Lachen, Weinen und vieles mehr. Ich finde, dass das Respekt verdient.
Ich mache da übrigens keinen Unterschied zwischen Verlagsautoren und Selfpublishern. Verlagsautoren haben nicht mehr Talent, sie haben viel mehr Glück und vielleicht auch etwas mehr Mut. Wie ich bereits öfter erwähnt habe, wünsche ich mir dieses Glück auch sehnlichst.

Aber nochmal zurück zur Frage: Bewundere ich z.B. Ken Follett? Klar, er fährt einen Rolls Royce, weil er so erfolgreich ist. Er arbeitet jeden Tag zwei oder vier Stunden (so genau weiß ich das nicht mehr), hört dann auf, sobald die Zeit rum ist, trinkt ein Glas Champagner und gut ist. Aber ihn deswegen bewundern? Ich weiß nicht.

Ach … ich mache es heute wieder kurz: Liebe Autorinnen, liebe Autoren – ich bewundere euch alle! Wir sind ein Team, Kolleginnen und Kollegen (auch wenn einige denken, sie seien besser, als andere), und in einem Team respektiert man sich gegenseitig. Neid darf da nicht mitspielen, aber Bewunderung, das ist gut, denn sie leitet uns an, dazuzulernen oder etwas Neues auszuprobieren.

Ich sende herzliche Grüße und wünsche euch eine wunderschöne Woche.
Eric🙂

P.S.
Frage 6 lautet: Wie sieht dein Lieblingsplatz zum Schreiben aus? Beantworten werde ich diese Frage spätestens zum nächsten Wochenende (17.12.)

Frage 4: Du hast drei Autorenwünsche frei: Was hättest du gern?

Bei ebokks.de habe ich mir das E-Book Blogspiration – 99 Themen für deinen Autorenblog von Corinna D. Rindlisbacher runtergeladen. Auf Platz 4 steht: Du hast drei Autorenwünsche frei: Was hättest du gern?

Nun bin ich schon zwei Tage überfällig mit meinem Blog-Beitrag und weiß noch immer keine Antwort auf diese Frage. Vorerst aber mal etwas, was viel wichtiger ist:
ericfishervorweihnachtszeit

Ich habe also drei Wünsche frei … hmm … eigentlich habe ich nur einen Wunsch: Ich wünsche mir, als Autor erfolgreich zu sein, sodass ich stolz auf mich sein kann.

Und was mache ich nun mit den anderen beiden Wünschen?
Ich wünsche mir, dass ich noch ein langes Leben habe, damit ich viel schreiben und Chancen nutzen kann und das Leben genießen. Ich wünsche mir, dass die Menschen, die in meinem Herzen sind, gesund sind und glücklich.
Ja, das sind meine drei Autorenwünsche. Ein kurzer Beitrag heute. Aber ich werde noch eine ganze Zeit darüber nachdenken müssen, denn irgendwie sind die Autorenwünsche auch ohne Autor meine Wünsche.

Ich sende herzliche Grüße und wünsche euch eine wunderschöne Woche.
Eric🙂

P.S.
Frage 5 lautet: Welche drei Autoren bewunderst du? Beantworten werde ich diese Frage spätestens zum nächsten Wochenende (10.12.)